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Branchen-News vom Donnerstag, 8. Januar 2026

Speicher-Zubau waechst, Longi wechselt auf Kupfer

37 Artikel aus 4 Quellen

Markt & Preise

Der Marktwert Photovoltaik lag im Dezember bei 9,373 Cent pro Kilowattstunde. Die Bundesnetzagentur erwartet für 2025 lediglich 16,4 GW PV-Zubau – ein deutlicher Rückstand gegenüber den Klimazielen. Bei Wind an Land sank der Zuschlagswert der November-Ausschreibung auf 6,06 Cent/kWh, was den Wettbewerbsdruck in diesem Segment widerspiegelt. Steigende Silberpreise treiben derweil Hersteller wie Longi zur Umstellung auf kupferbasierte Zellenmetallisierung, was mittelfristig die Modulkostenstruktur verändern dürfte.

Technologie

Der Batteriespeicher-Zubau erreichte in Deutschland 2025 rund 6,57 GWh – ein Wachstum von 8 Prozent. Altech Batteries hat eine bedingte Finanzierungszusage für die Fertigung von Natrium-Chlorid-Festkörperbatterien in Sachsen erhalten und setzt damit einen Impuls für heimische Speicherproduktion. Astronergy präsentiert ein neues TOPCon-Photovoltaikmodul mit Viertelzellen-Technologie, das auf höhere Effizienz bei reduzierten Leistungsverlusten setzt.

Regulierung

Die neue Rechtslage zur Planung von Großbatteriespeichern ist jetzt amtlich – Projektierer erhalten damit Planungssicherheit für kommende Vorhaben. In NRW dominieren bestimmte Modelle der Windenergie-Bürgerbeteiligung, was kommunale Klimaschutzstrategien zunehmend prägt.

Branche

Neoen hat eine siebenjährige Tolling-Vereinbarung mit Uniper für Batteriespeicher in Deutschland unterzeichnet – ein Signal für wachsendes Interesse an langfristigen Speicher-Vermarktungsmodellen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat Empfehlungen für den Umstieg auf Elektromobilität veröffentlicht, die auch für Energieberater und Smart-Home-Integratoren relevant sind.

Gebäudeautomation

Loxone berichtet über ein Energiemanagement-Projekt für einen der größten Batteriespeicher Berns – ein Beispiel, wie Gebäudeautomation zunehmend in kommerzielle Speicherprojekte integriert wird und Synergien zwischen Smart Building und Netzdienstleistungen entstehen.

Fazit

Der deutsche Energiemarkt 2025 zeigt ein gemischtes Bild: Batteriespeicher wachsen solide, während der PV-Zubau hinter den Erwartungen zurückbleibt. Regulatorische Klarheit bei Großspeichern und neue Fertigungsprojekte im Inland setzen positive Akzente für 2026. Für Akteure in der Energieberatung und im PV-Bereich bleiben sinkende Marktwerte und Kostenentwicklungen bei Modultechnologien die zentralen Beobachtungsgrößen.

Unsere 7 Quellen

Dieses Briefing wertet täglich 7 Fachquellen der Energiebranche aus. Alle Quellen sind frei zugänglich.

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